Idee & Konzept

Wir sehen, dass Mütter und Väter in Familien eine vielschichtige und herausfordernde Arbeit leisten. Der Wert dieser Erziehungsarbeit für unsere gesamte Gesellschaft wird allgemein wenig anerkannt und als privates Engagement betrachtet. Wenn der haushaltsführende und erziehende Elternteil längere Zeit ausfällt, gerät der ganze Familienalltag ins Wanken.

Kürzere Erkrankungen können oft noch durch familiäre Netzwerke aufgefangen werden. Aber in unserer heutigen Gesellschaft haben sich die Strukturen dahingehend verändert, dass viele junge Familien immer weniger Möglichkeiten haben, auf solche familiäre Unterstützung zurück zu greifen. Viele Familien haben keine Großeltern vor Ort oder diese sind selbst voll berufstätig oder zu alt.

Bei längeren oder gar lebensbedrohlichen Erkrankungen kommen aber auch die besten familiären Netzwerke an ihre Grenzen.

Im Normalfall werden die Kosten für einen Familienpflege-Einsatz von einem >Kostenträger übernommen. Bei akuten und zeitlich begrenzten Erkrankungen ist dies der Fall. Seit dem Jahr 2016 hat sich die Anspruchslage der Versicherten sogar deutlich verbessert.

Trotzdem gibt es immer wieder Familien, die durch alle Raster fallen. Zuständigkeiten werden hin und her geschoben und die Familie ist in der Not auf sich alleine gestellt. Krankenkassen beenden ihre Kostenübernahme, wenn der maximale Bewilligungszeitraum, den die Satzung der Krankenkasse vorgibt ausgeschöpft ist, oder der "Leistungsempfänger" verstirbt. Für die Kinder ist es aber enorm wichtig, dass die Familienpflegerinnen, die Familien schon über einen langen Zeitraum begleitet haben, noch einige Wochen der Familien zur Seite stehen, bis diese sich neu organisiert hat.
Es ist uns wichtig, diesen Familien auch dann zu helfen, wenn die Finanzierung noch nicht geklärt ist.
Hier helfen Spenden, wichtige Tage zu überbrücken, bis Widersprüchen stattgegeben wurde, ein neuer Kostenträger gefunden wurde oder eine andere Anschlusshilfe gefunden werden konnte.

Es ist uns ein großes Anliegen, Familien, die von einer längeren oder gar lebensbedrohlichen Krankheit betroffen sind, kompetent zu unterstützen.

Wir sehen, dass es nicht damit getan ist, unausgebildete Helfer zu schicken, die ein paar Arbeiten im Haushalt übernehmen. Es braucht in solchen Krisenzeiten Fachkräfte, die neben dem Wissen um das gesamte Haushaltsmanagement eine professionelle Distanz mitbringen. Sie können den Kindern Sicherheit geben und stehen als "Fels in der Brandung" im wankenden Familienalltag. Bei diesen Einsätzen, die mehrere Monate, bis zu einem Jahr dauern können, sind 2 Mitarbeiterinnen im Wechsel im Einsatz. So ist eine gesunde Distanz zwischen Familie und Mitarbeiterin gewahrt.

Wenn es von den Eltern gewünscht wird, beraten die Mitarbeiterinnen gerne bei pädagogischen Fragen oder vermitteln weiterführende Hilfen oder Kontakte.

Spendenkonto

Familienpflege Esslingen

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